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Andalusien (spanisch Andalucía) ist von den 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens die südlichste, die auf dem Festland liegt. Andalusien grenzt im Norden an Kastilien-La Mancha und an die Extremadura und im Süden an das Mittelmeer und den Atlantik. Im Osten grenzt sie an Murcia und im Westen an Portugal. Die Hauptstadt Andalusiens ist Sevilla.

Die bedeutendsten Naturräume Andalusiens sind die südliche Abdachung der Sierra Morena, das Becken des Guadalquivir und die Betische Kordillere, zu der die Sierra Nevada gehört. Der Campo de Gibraltar, mit dem Felsen von Gibraltar bildet den südlichsten Teil des europäischen Festlandes. Bei Tarifa, der südlichsten Stadt, liegen Europa und Afrika nur 14 km voneinander entfernt, getrennt durch die Straße von Gibraltar.

  

Die Gesellschaft Andalusiens ist seit Generationen hauptsächlich agrarisch geprägt. 45,64% des Territoriums Andalusiens werden landwirtschaftlich genutzt. Die Kulturen des Trockenlandes sind für große Teile des Landes landschaftsprägend: Getreide und Sonnenblumen werden besonders in den großen Ackerländern des Tales des Guadalquivir angebaut sowie in den Hochebenen von Granada und Almería. Bei den Holzkulturen spielt vor allem der Olivenbaum eine Rolle, der bevorzugt bei Córdoba und Jaén verbreitet ist. Hingegen ist der Mandelbaum in den Hochebenenen von Granada und Almería zu finden. Die Weinrebe wird extensiv in einigen Zonen wie Marco de Jerez, El Condado de Huelva, Montilla-Moriles und in Málaga kultiviert. Feigenkulturen sind weniger verbreitet als in Kastilien.

  

Bewässerungswirtschaft ist bevorzugt in den Auen des Guadalquivir und des Genil anzutreffen. Auf bewässerten Feldern wird in Andalusien Mais, Reis, Gemüse und auch Blumen angebaut, bei Huelva Erdbeeren. Plantagen liefern Zitrusfrüche und Baumwolle. Gemessen am Umsatz ist die produktivste und wettbewerbsfähigste Landwirtschaft in Andalusien an den Küsten- oder Flußbereichen sowie auf sandigem Boden - wie in Almería und Huelva - anzutreffen. Die ökologische Landwirtschaft erfährt gleichzeitig auch eine breite Entwicklung durch den Export in europäische Länder und einer beginnenden Nachfrage in Spanien selbst.

Andalusien gehört zu den Regionen Spaniens mit besonders starkem Tourismus. Ein übergroßer Teil der Touristen reist mit dem Flugzeug an. Badetouristen bevölkern die Mittelmeerküste der Region (Costa del Sol), Bade- und Surfttouristen ihre Atlantikküste Costa Blanca. Sightseeing-Touristen werden vor allem von den maurischen Hinterlassenschaften in Córdoba und Granada angezogen, möchten in Ronda auf den Spuren Ernest Hemingways wandeln oder in Sevilla auf denen Columbus'.

  

 

Andalusien ist in acht Provinzen unterteilt:

Sevilla, Granada, Córdoba, Cádiz, Málaga, Huelva, Jaén, Almería

Zu den bekanntesten Städten der Region zählt man Jerez de la Frontera und Ronda.

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