Calpe ist eine Stadt die voller Geschichte und
Kultur. Aufgrund der strategischen Lage war diese Gegend von je her Durchzugs -
und Siedlungsgebiet zahlreicher Kulturvölker. Die frühesten Archäologischen
Funde - aus der Zeit der Iberer - stammen von den Abhängen des Ifach-Felsens,
der heute als das Wahrzeichen der Costa Blanca gilt. Der Name stammt übrigens
aus einem Werk des berühmten Alicantiner Musikers Oscar Esplá. In späterer zeit
gründeten die Römer in der Küstenebene eine Kolonie, die Pökelfisch herstellte
und damit einen schwunghaften Handel betrieb, der zu einigem Wohlstand führte.
Im Mittelalter siedelte die örtliche Bevölkerung dann in verstreut liegende
Gehöfte und intensivierten die Landwirtschaft. Dabei lebten Christen und
Mohammedaner friedlich zusammen, wurden jedoch zwischen den 14. und 17.
Jahrhundert häufig Opfer von Piratenüberfällen. Nachdem diese ständige Bedrohung
im 18. Jahrhundert endgültig beseitigt wurde, begann eine allmähliche
wirtschaftliche Erholung, die ein Jahrhundert später dann die Grundlage für die
heutige Blüte des Ortes als Reiseziel des nationalen und internationalen
Fremdenverkehrs schuf. Calpe ist heute auch sehr beliebt bei Auswanderern und
gilt unter den Übersiedlern als "Residenz-Anlageplatz".
In dieser Region findet man sehr viele Sazlseen. Salz
wurde während des Mittelalters für die Konservierung und Vermarktung von Fisch
verwendet. Vermutlich haben die Salzseen
von Calp bereits im Altertum ihren Ursprung und entstanden durch angeschwemmtes
Salzwasser vom Meer. Die Salzseen entwickelten über die Jahrhunderten eine
bedeutende Flora und Fauna, die sich dem hohen
Salzgehalt der Seen angepasst hat. Heute sind die Seen vor allem eine Attraktion
wegen der vielen Flamingos, die dort leben. Die Hauptstraße von Calp führt
direkt an dem großen Salzsee vorbei. Auf der anderen Seite des Sees befinden
sich verschiedene Urbanisationen.
Das Wahrzeichen von Calp ist der 332 m hohe Penyal
d'Ifac. Der Felsen ist durch einen schmalen Landstreifen mit dem Festland
verbunden und steht unter Naturschutz. Ein Wanderweg führt auf den Gipfel durch
einen kleinen Tunnel bis zur Carallot-Spitze. Der Tunnel wurde Anfang 20. Jhd.
durch den damaligen Besitzer des Peñón gebaut und sollte so die Besteigung des
Felsen erleichtern.